GOTS

TORLAND Jeans (Herren und Damen Modelle)

7 Fragen an TORLAND

Das Interview führte BYTEMYSTORK mit Sascha Hümbeli, Geschäftsführer TORLAND

Jeans aus Wien? Wächst Baumwolle jetzt auch in Österreich?

Nein, soweit sind wir mit dem Klimawandel noch nicht. Nur in den sehr warmen Gegenden Europas ist Baumwollanbau möglich. Also weder in Österreich noch in Deutschland. Und trotzdem gibt es in Deutschland einige sehr gute Jeans-Label. Und halt eines in Österreich: TORLAND.

Was ist das Besondere an TORLAND-Jeans?

Wir stellen modische, erschwingliche und innovative Produkte unter umweltbewussten und ethisch verantwortungsvollen Bedingungen her. Deshalb sind wir mit dem GOTS-Zertifikat für Biotextilien und ethische Geschäftspraxis ausgezeichnet.

Mit innovativ meinst Du die Handytaschen bei den Herren-Jeans?

Ja, zum Beispiel. In die Handytasche passen alle gängigen Handys. Und Theaterkarten. Und Kondome ..

.. alles klar. Was macht eure Alpen-Jeans sonst noch aus?

Wir suchen immer nach neuen Ideen, verfolgen die Entwicklung neuer Materialien und verbessern unsere Schnitte.

Und wie geht ihr dabei vor?

Wir beobachten genau, wie sich die Körperformen unserer Kunden über die Zeit ändern. So haben wir über Konsumentenbefragungen und Körperdatenanalysen unsere Schnitte optimiert. Und wir investieren viel ins Design. Denn die heutige Jeans ist nicht mehr mit der vor 100 Jahren vergleichbar. Damals waren Jeans sehr weit geschnittene Hosen aus sehr festem Stoff. Da gings nicht ums Aussehen oder Bequemlichkeit, sondern darum, dass die Arbeiter was Robustes zum Anziehen hatten. Heute soll eine Jeans gut aussehen und angenehm zu tragen sein. Und robust sollte sie auch sein. In diesem Sinne machen wir unsere TORLAND-Jeans.

Apropos Investieren. Bei Euch kann man sich beteiligen, richtig?

Ja genau. Mit dem Biojeans-Darlehen bist Du dabei. Und bekommst pro Jahr 3-4% Zinsen zurück. Nicht schlecht für ein ökologisch verantwortungsvolles Investment. Das Geld investieren wir übrigens in neue Produktlinien.

Und eure TORLAND-Jeans, wo bekomme ich die nun?

Zum Beispiel in unseren drei Läden in Wien und natürlich bei BYTEMYSTORK in Bad Vilbel.

TORLAND Jeans (Herren und Damen Modelle)
TORLAND-Jeans bei BYTEMYSTORK in Bad Vilbel

Links:

Besuch bei TORLAND in Wien

TORLAND-Jeans Webseite

Feuervogl Jeans bei byteMyStork

7 Fragen an Feuervogl

Das Interview führte BYTEMYSTORK mit Holger Schadt, Geschäftsführer Feuervogl

Euer Name klingt ein bisschen nach Harry Potter.

Echt? Wie auch immer: Unsere Firma heißt Go Green und unsere Marke Feuervogl. Und bevor Du fragst: Feuervogl steht für nachhaltig produzierte Mode. Harry und Ginny würden Feuervogl-Jeans tragen.

Tatsächlich?

Unbedingt!

Jetzt aber mal ernsthaft. Nachhaltig zu sein behauptet doch heute fast jeder in der Modebranche. Wie ist das mit euch?

Wir behaupten das auch. Nur mit dem Unterschied zu einigen anderen, dass es bei uns mehr als Marketing ist. Alle Feuervogl-Jeans sind GOTS zertifiziert.

G-O-T-S?

Ja, der Global Organic Textile Standard ist ein Öko-Siegel. Wahrscheinlich sogar das wichtigste für Jeans. GOTS legt sehr hohe Standards für Umwelt- und Sozialkriterien fest, unter denen produziert wird. Und zwar für die ganze Produktionskette: von der Biobaumwollverarbeitung bis zum Vertrieb. Und das lückenlos!

Und was habe ich als Verbraucher davon?

Abgesehen davon, dass der Kauf einer Feuervogl-Jeans eine umweltschonende und sozial faire Art und Weise ist, seinen Kleiderschrank aufzufüllen?
Mit GOTS erhalten Verbraucher zudem die Sicherheit, dass bei der Produktion keine toxischen Chemikalien eingesetzt wurden. Außerdem sind Qualitätsparameter wie Rückstandswerte festgelegt und werden auch tatsächlich überprüft.

Überzeugt! Und wo kommt meine neue Feuervogl-Jeans genau her?

Wir sitzen in Großostheim. Also kommen Ideen, Design, Schnitte usw. aus dem Unterfränkischen. Die Jeans lassen wir dann aus Kostengründen in Tunesien produzieren.

Und zum Schluss bitte noch ein Einkaufstipp. Wo bekomme ich Feuervogl-Jeans?

Überall, wo es wirklich gute Jeans gibt. Also zum Beispiel bei BYTEMYSTORK in Bad Vilbel, Marktplatz 2.

Feuervogl Jeans bei byteMyStork
Damen- und Herren-Jeans von Feuervogl bei BYTEMYSTORK in Bad Vilbel

Links:

Feuervogl Webseite

TORLAND Werbung

Bei TORLAND in Wien

“Was macht die Knackwurst genießbar? Das n.”
Die Brühwurst, oder mit Wiener Charme auch “Beamtenforelle” genannt, ist hier aber nicht das Thema.
Ich war für zwei Tage in Wien, um TORLAND und die Menschen, die für das Unternehmen stehen, kennenzulernen.

Gscheids Gwand

TORLAND ist eine Wiener Jeans-Marke. Sie wurde 2017 vom Schweizer Sascha Hümbeli gegründet. Das Unternehmen führt ausschließlich nachhaltig produzierte Produkte. Neben GOTS-zertifizierten Jeans für Damen und Herren auch T-Shirts, Pullover, Jacken, Gürtel und Socken. Außerdem gibt es Zweitverwertungen aus alten Jeans. Diese Upcycling Taschen und Schürzen werden in Wien bzw. Bangkok produziert.

deine WIENER MARKE fürs GSCHEIDS GWAND

Ich lerne Claudia Widlhofer und Sascha Hümbeli in Ihrem Flagship Store in der Landstraßer Hauptstraße (die heißt tatsächlich so) kennen. Dort erzählt mir der Gründer, wie er TORLAND aus dem Nichts aufgebaut hat und was er für die Zukunft plant (→ Herstellerportrait).

GOTS Label an Jeans

GOTS

Wozu ein Öko-Zertifikat?

Innatex, Juli 2021: GOTS ist das am häufigsten verwendete und meisten beworbene Öko-Siegel auf der “Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien”. Zumindest bei den Jeans-Anbietern.

Ist ein Anbieter nicht GOTS-zertifiziert, wirken seine Erklärungen, warum das eigene Angebot trotzdem nachhaltig ist, umständlich. Ein Öko-Siegel macht es Herstellern leicht, die Zulieferer und eigenen Fertigungsprozesse von einer neutralen Stelle bewerten zu lassen. Und es ist als Nachweis gegenüber den eigenen Kunden ausgesprochen hilfreich.
Für Endverbraucher ist das Siegel eine einfache Möglichkeit, Sicherheiten zu umweltschonender und sozial gerechter Produktion und Schadstofffreiheit des Produkts zu bekommen.

Öko-Siegel und alles ist gut?

Nein, sicher nicht. Mit der zunehmenden Akzeptanz eines Öko-Siegels im Massenmarkt steigt die Anfälligkeit für Missbrauch. Das ist eine logische Folge des in diesem Segment besonders hohen Preisdrucks und der Schlupflöcher, die ein sehr großer Markt mit sich bringt.

Bio-Baumwolle ist mindestens doppelt so teuer wie konventionell produzierte Baumwolle. Die Produktionslohnmehrkosten für existenzsichernde Löhne und sichere, hygienische Arbeitsbedingungen sind 3,5mal so hoch wie bei Billigproduzenten, die zudem in großen Massen produziert können. Letztendlich ist nahezu jeder Schritt der Wertschöpfungskette bei nachhaltig produzierten Waren teurer [procject-cece]. Dazu kommen Kosten für die Zertifizierungen, die abhängig von Standort, Produktpalette und weiteren Faktoren variieren (zumindest bei GOTS).

Die vielen Verarbeitungsschritte bei der Jeans-Produktion und nahezu beliebig verschiedene Interpretationen von „Nachhaltigkeit“ machen eine objektive Bewertung für alle schwierig, auch für Zertifizierer.

Trotzdem ist ein Siegel für Verbraucher die leichteste Möglichkeit, eine Vorauswahl zu treffen. Und Siegelhersteller wie GOTS passen ihre Zertifizierungsrichtlinien immer wieder an, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden.

Das folgende Interview mit Juliane Ziegler, GOTS Repräsentantin in DACH, habe ich auf der Innatex 2021 geführt.

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